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Dienstag, 31 Juli 2018 19:51

WriteUp! Drabbles Runde 1

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Hier gibt's die anderen drei Einreichungen der ersten Runde zu lesen - und als kleinen Bonus für die späte Veröffentlichung kriegt ihr noch eins von mir mit dazu.

Hier kommen sie, die gesammelten Drabble-Werke der ersten Runde, abzüglich des Gewinnertextes natürlich, den kennt ihr ja schon.

Die drei Wörter, die es unterzubringen galt, waren diese: Hebel, Kaninchen, preiswert. Darüber hinaus ist die einzige Beschränkung beim Drabble, dass es exakt einhundert Wörter umfassen muss. Und das ist auch schon alles ...

 

Tenurion hat folgendes lyrische Juwel eingereicht:

Kaninchen hoppelt durch das Gras
Es macht ihm Spaß
und er denkt sich nichts dabei
wohin, das ist ihm einerlei

Er kam zu einem Händler
mit einem Wagen voller
Hebel zu einem guten Preis
auf diese war Kaninchen heiß
denn er brauchte noch einen
für die Stalltür zu den Schweinen

„Die sind aber preiswert“,
sagte Kaninchen zum Pferd
des Händlers kauffreudig.
„Wenn du handeln willst,
musst du mit ihm sprechen,
glaub ich“,
sagte das Pferd
deutend zum Gefährt.

Das Gefährt antwortete nicht
und das Kaninchen ganz erpicht
schnappte sich einen Hebel
und verschwand
ganz elegant
hinter dem nächsten großen Hügel

 

Von SinInc bekamen wir diesen Thriller im Mini-Format hier:

Folge einfach dem Kaninchen, haben sie gesagt. Wird einfach, haben sie gesagt. Einen Scheiß wissen diese Deppen. Das diese komische Tusse gleich durchdreht konnten die ja auch nicht wissen. Gleich nachdem der Deal geplatzt war und es brenzlig wurde hat dieser Hoppelhase ein richtiges Massaker angerichtet. Aber Wahnsinn was die mit ihren Cyberbeinen anstellen kann, die waren garantiert nicht preiswert. Ne Mille vielleicht? Egal, ich hätte nie gedacht, dass man einen ausgewachsenen Ork mit einem Tritt halbieren kann. Ist nur reine Ogerscheiße, da sie uns doch erwischt haben. Jetzt sitzen die am längeren Hebel. Letzter Komm-Link-Eintrag, mein Folterknecht kommt.

 

Und von NOZI gab es diesen perfiden Krimi - bei dem leider eines der drei Worte fehlt, aber wir wollen mal nicht so sein ... :

Der Jäger schlendert ahnungslos durch den Wald. Er kommt auf eine Lichtung, in deren Mitte eine junge Frau auf einem Baustamm sitzt und sich den Knöchel massiert. Er stutzt und geht auf sie zu.
Ohne zu wissen, dass er einen geplanten Köder geschluckt hat. Er will gerade die Frau ansprechen, als diese aufsteht, sich umdreht und in den Wald läuft, verdutzt bleibt er stehen und schaut ihr nach. Diesen Moment nutzt das Kaninchen am Rande der Lichtung, um den Hebel zu betätigen und zwei Baumstämme auf ihn zu schnellen zu lassen. Diese treffen sich in seiner Körpermitte und zermatschen ihn.

 

Zu guter Letzt gibt's noch die kleine Dreingabe aus meiner Feder, weil ihr so lange warten musstet:

"Dies ist ein ganz hervorragender und auch preiswerter Hebel, mein Herr", insistierte der fliegende Händler mit dem ausladenden Bauchladen. "Ich muss allerdings wenigstens fünf Kaninchen dafür haben, um mit einer schwarzen Null davonzukommen. Verstehen Sie mich, so ein Hebel hat nun mal seinen Preis."
Der mürrische Aristokrat im langen Ledermantel mit den wallenden Ärmelrüschen zog eine kritische Grimasse. "Keine halbe Ente würde ich dafür geben, denn einem Hebel von solch fragwürdiger Qualität würde ich nicht mein Leben anvertrauen wollen. Und wir alle wissen, wie schnell man in eine lebensbedrohliche, hebelerfordernde Bredouille geraten kann." Sprachs und ritt auf seinem Hebelmobil davon.

Gelesen 486 mal Letzte Änderung am Dienstag, 31 Juli 2018 21:11
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